Sonntag, 29. April 2012

April 2012 in Curitiba









Häuserfassaden der Rua XV

Inspiration durch die verschiedensten Epochen


Ein wunderschönes Café im Stil der 50er Jahre

Hier wurde Curitiba gegündet
Denkmal von Getulio Vargas







Das älteste Haus Curitibas
Abendstimmung in Curitiba

Osterüberraschung in der Uni

auf dem Campus
Ein bisschen Guaraná zum Aufwachen


Es geht nach Morretes

Unterwegs nach Morretes auf der Estrada da Graciosa
Morretes

Zu Tisch, zu Tisch heute gibt´s Barreado

Mit "MM"- mini mexicano Oliver









Mit Laura und unserem Lieblingsmexikaner Oliver






Die Bar do Alemão
Ich melde mich zurück aus Curitiba. Ja, ich lebe noch und mir geht es sehr gut. Gemeinsam mit Laura habe ich hier eine großartige Zeit. Es ist so schön mit ihr gemeinsam hier zu sein. Die Zeit vergeht viel zu schnell und ich kann es gar nicht glauben, dass der April schon zu Ende geht.
Bei Euch beginnt der Sommer, bei uns der Winter. Das heute journal schauen wir immer nur bis zur Börse, vor dem Wetterbericht schalten wir dann schnell aus um nicht neidisch zu werden ;)
Gestern Abend habe ich den Wintermantel, den ich vor zwei Monaten glücklich im Schrank verstaut habe, wieder herausgekramt. Es schüttet aus Eimern, als würde die Welt untergehen und in unserer Wohnung ist´s ziemlich kalt, so ganz ohne Zentralheizung, aber daran werden Laura und ich uns wohl gewöhnen müssen.
Was ist passiert, in den letzten drei Wochen? Wir haben unsere ersten zwei Prüfungen hinter uns gebracht, auch wenn wir bis jetzt keine Note haben, sind wir beide mit einem ganz guten Gefühl aus den Klausuren herausgekommen. Die Prüfungen sind fair gestellt und bei der einen durften wir uns aus zehn Fragen, die vier aussuchen, die uns gefallen, das erleichtert das Abfragen von Wissen dann doch, weil unser Unwissen nicht abgefragt wird ;) Ansonsten müssen wir hier in der Uni sehr viel neben dem Unterricht an für sich machen, Präsentationen, Hausaufgaben, Gruppenarbeiten, etc. Aber wenn wir nicht in der Uni sind, ist uns nicht gerade langweilig. Irgendwas zu tun gibt´s immer, ob Fitnessstudio, einem Ausflug in die Fußgängerzone, oder einfach nur gemütlich einen Kaffee trinken, zu Hause, mit Freunden…
Am Wochenende nach Ostern ging es für einen Tag nach Morretes, einem kleinen Städtchen kurz vor der Atlantikküste im Osten Curitibas in der Serra da Graciosa. Da wir nicht alle ins Auto gepasst haben, ging es kurzerhand für mich auf dem Motorrad in Richtung Küste. Nach eineinhalb Stunden Motorrad, einem kurzen aber kräftigem Regenschauer und einem Tukan der in knapp fünf Meter Höhe direkt über uns flog kamen wir in dem kleinen, leicht verschlafen wirkendem Nest an. Schließlich fanden wir auch ein kleines Restaurant, in dem wir Barreados aßen, einem typischen Gericht, dass seiner Ursprung in der Region um Morretes hat. Eine Art Eintopf mit Rindfleisch, dazu Fisch, Reis, Salat und einem Brei aus Maniokmehl (ähnlich Kartoffelbrei). Da der Regen nicht nachließ und es auch schon zu dämmern anfing, ging es für mich dann schließlich im Auto zurück nach Curitiba.
Gestern machte mein deutscher Geoprofessor für uns deutsche Austauschstudenten eine Stadtführung durch Curitiba. Das war trotz Regen ein ziemlich spannender Morgen. Anhand eines Platzes erklärte er uns gefühlt die ganze Geschichte des Bundesstaates Paraná und Brasiliens. Ein wandelndes Geschichts- und Geografielexikon.
Am Dienstag ist auch hier Feiertag, viel zu feiern wird es aber in den nächsten zwei Tagen für mich nicht geben, weil am Mittwoch die nächste Prüfung auf mich wartet.
Das war es erst einmal wieder. Genießt den beginnenden Sommer in Deutschland und schickt uns ein bisschen Wärme und Sonnenstrahlen, das können wir hier gebrauchen.
Vermiss Euch sehr….
Allerliebst
Eure Sabeth Tara

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