Recife
Unser zweiter Stopp ist die
Hauptstadt der für brasilianische Verhältnisse eher kleinen Bundesstaates
Pernambuco. Recife liegt über drei Inseln verteilt und vergleicht sich gern mit
Venedig, dies ist jedoch sicherlich ein bisschen übertreiben. Wir kommen unter
in einem wunderbar netten Hostal, das super liebevoll eingerichtet ist. Nach
einem guten Frühstück machen wir uns auf Entdeckungstour. Diese beginnt im
historischen Teil Recifes. Mit einem kleinen Böotchen geht’s über einen
ziemlich verdreckten Fluß zu einer Freilichtaustellung des brasilianischen
Künstlers und Bildhauers Francisco Brennand. Von dort geht es weiter in ein
lustiges Museum, wo aus Pappmaché hergestellte Riesenpuppen ausgestellt sind,
allesamt brasilianischen und internationalen Prominenten nachempfunden. Im
Herzen der Altstadt angekommen finden wir uns in einer riesigen Menschenmasse
wieder. Viele hunderte Marktstände und Läden machen das gemütliche Bummeln
unmöglich und Laura und ich flüchten von einer überfüllten Straße in die
nächste und verlieren uns schließlich komplett in dem Straßengewirr. Wir sind
froh, als wir schließlich den Weg heraus aus diesem Gewirr finden, und
schließlich auch den richtigen Bus erwischen, der uns zum Hostal zurück bringt.
Nicht nur die vielen Menschen,
sondern auch das Wetter dort macht uns extrem zu schaffen. Es herrscht eine
unglaubliche Luftfeuchtigkeit und das Wetter wechselt alle zehn Minuten. Gerade
eben noch schöner Sonnenschein, wird dieser im nächsten Moment von Wolken
verdeckt und es beginnt zu regnen. Auch unser Abstecher an den Stadtstrand
fällt ins Wasser, da es ziemlich heftig anfängt zu regnen. Nach einem etwas
teuren, aber sehr leckeren Mittagessen trinken wir den besten Espresso unserer
Reise.
Olinda
Nach Recife ziemlich geschafft
kommen wir in Olinda, einem charmanten Kümnstlerort an und füllen uns sofort
wohl. Das idyllisch in den grünen Hügeln liegende Olinda, das für seinen
Straßenkarneval bekannt ist, verzaubert uns auf Anhieb mit seinen kleinen
Sträßchen und den vielen bunten Häuserreihen. Unsere Entdeckungstour beginnt
auf dem ehemaligen Sklavenmarkt, wo heute lokale Handwerkskunst verkauft wird
und es eine Ausstellung der riesigen Karnevalspuppen gibt. Nach der
Besichtigung der vielen Kirchen ist uns nach Erfrischung zu Mute und wir erfrischen
uns in einem süßen Café mit einem Eiscappuchino, wo das Milcheis zwar mit
Eiswürfeln ersetzt wurde, aber was uns trotzdem schmeckt.
Danach geht’s schließlich noch zur
ehemaligen Sklavenkirche, kroteskerweise liegt diese am Rande einer Favela. Da
diese Kirche gerade restauriert wird und vielleicht auch weil sie am Rande der
Favela liegt, sind wir die einzigen Touristen hier. Ein fast stummer älterer
Herr öffnet jedoch extra für uns die Pforten. Diese Tatsache rührt uns zutiefst
und wir verlassen sehr glücklich die recht einfach ausgerichtete Kirche, in der
alle Heiligenfiguren schwarz angemalt sind. Den Sonnenuntergang genießen wir
dann schließlich mit Blick über Olinda und Recife von einem tollen
Aussichtsturm aus. Abendessen gibt’s auf dem Hauptplatz. Hier wird an vielen
Ständen Tapioca angeboten, einem Fladen aus Maniokmehl, der mit verschiedenen
Zutaten gefüllt wird. Sehr schmackhaft!
Am nächsten Morgen geht’s auch
schon weiter nach Praia de Pipa.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen