Freitag, 27. Juli 2012

Reise in den Nordosten Part 2: Recife und Olinda


Recife
Unser zweiter Stopp ist die Hauptstadt der für brasilianische Verhältnisse eher kleinen Bundesstaates Pernambuco. Recife liegt über drei Inseln verteilt und vergleicht sich gern mit Venedig, dies ist jedoch sicherlich ein bisschen übertreiben. Wir kommen unter in einem wunderbar netten Hostal, das super liebevoll eingerichtet ist. Nach einem guten Frühstück machen wir uns auf Entdeckungstour. Diese beginnt im historischen Teil Recifes. Mit einem kleinen Böotchen geht’s über einen ziemlich verdreckten Fluß zu einer Freilichtaustellung des brasilianischen Künstlers und Bildhauers Francisco Brennand. Von dort geht es weiter in ein lustiges Museum, wo aus Pappmaché hergestellte Riesenpuppen ausgestellt sind, allesamt brasilianischen und internationalen Prominenten nachempfunden. Im Herzen der Altstadt angekommen finden wir uns in einer riesigen Menschenmasse wieder. Viele hunderte Marktstände und Läden machen das gemütliche Bummeln unmöglich und Laura und ich flüchten von einer überfüllten Straße in die nächste und verlieren uns schließlich komplett in dem Straßengewirr. Wir sind froh, als wir schließlich den Weg heraus aus diesem Gewirr finden, und schließlich auch den richtigen Bus erwischen, der uns zum Hostal zurück bringt.
Nicht nur die vielen Menschen, sondern auch das Wetter dort macht uns extrem zu schaffen. Es herrscht eine unglaubliche Luftfeuchtigkeit und das Wetter wechselt alle zehn Minuten. Gerade eben noch schöner Sonnenschein, wird dieser im nächsten Moment von Wolken verdeckt und es beginnt zu regnen. Auch unser Abstecher an den Stadtstrand fällt ins Wasser, da es ziemlich heftig anfängt zu regnen. Nach einem etwas teuren, aber sehr leckeren Mittagessen trinken wir den besten Espresso unserer Reise.











Olinda
Nach Recife ziemlich geschafft kommen wir in Olinda, einem charmanten Kümnstlerort an und füllen uns sofort wohl. Das idyllisch in den grünen Hügeln liegende Olinda, das für seinen Straßenkarneval bekannt ist, verzaubert uns auf Anhieb mit seinen kleinen Sträßchen und den vielen bunten Häuserreihen. Unsere Entdeckungstour beginnt auf dem ehemaligen Sklavenmarkt, wo heute lokale Handwerkskunst verkauft wird und es eine Ausstellung der riesigen Karnevalspuppen gibt. Nach der Besichtigung der vielen Kirchen ist uns nach Erfrischung zu Mute und wir erfrischen uns in einem süßen Café mit einem Eiscappuchino, wo das Milcheis zwar mit Eiswürfeln ersetzt wurde, aber was uns trotzdem schmeckt.















Danach geht’s schließlich noch zur ehemaligen Sklavenkirche, kroteskerweise liegt diese am Rande einer Favela. Da diese Kirche gerade restauriert wird und vielleicht auch weil sie am Rande der Favela liegt, sind wir die einzigen Touristen hier. Ein fast stummer älterer Herr öffnet jedoch extra für uns die Pforten. Diese Tatsache rührt uns zutiefst und wir verlassen sehr glücklich die recht einfach ausgerichtete Kirche, in der alle Heiligenfiguren schwarz angemalt sind. Den Sonnenuntergang genießen wir dann schließlich mit Blick über Olinda und Recife von einem tollen Aussichtsturm aus. Abendessen gibt’s auf dem Hauptplatz. Hier wird an vielen Ständen Tapioca angeboten, einem Fladen aus Maniokmehl, der mit verschiedenen Zutaten gefüllt wird. Sehr schmackhaft! 












Am nächsten Morgen geht’s auch schon weiter nach Praia de Pipa.

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